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24.09.2026
06:54 Uhr

Trumps Kampfansage an die UNO: „Keine Weltregierung, keine Weltsteuer!“

Der US-Präsident nutzte seinen Auftritt vor der UN-Vollversammlung für eine Generalabrechnung mit dem globalen Apparat. Am 22. September 2026 warf Donald Trump in New York der Weltorganisation Heuchelei vor. Er rief alle Staaten auf, den Internationalen Strafgerichtshof zu verlassen, und erklärte Masseneinwanderung zur Gefahr für die großen Kulturen der Welt. Diplomatische Zurückhaltung? Fehlanzeige.

Denkmalschutz für Steine, Gleichgültigkeit für Völker?

Die schärfste Pointe hatte Trump für die UNESCO vorbereitet. Laut der Mitschrift des Weißen Hauses nannte er es „zutiefst ironisch“, dass die UN eine ganze Institution für den Schutz des Kulturerbes unterhalte. Gleichzeitig würden „Globalisten“ mit ihrer unablässigen Förderung der Masseneinwanderung genau jene Kulturen zerstören, deren Erbe sie bewahren wollten.

Man muss Trumps Tonfall nicht teilen, um den Kern zu verstehen. Was bleibt von Kathedralen und Altstädten, wenn die Gesellschaften verschwinden, die sie einst hervorgebracht haben? Die USA hatten bereits im Sommer 2025 ihren erneuten Rückzug aus der UNESCO angekündigt.

Trump stellte klar: Ein Menschenrecht auf illegale Einwanderung gebe es nicht. Wohl aber das Recht eines Volkes, eine souveräne Nation zu bleiben. Welche Menschen ein Land aufnimmt, entscheide dieses Land selbst und niemand sonst.

Frontalangriff auf Menschenrechtsrat und Strafgerichtshof

Auch der UN-Menschenrechtsrat bekam sein Fett weg. Trump bezeichnete dessen Vertreter als Heuchler. Sie kritisierten die USA für die Durchsetzung ihrer Einwanderungsgesetze. Zur Verfolgung von Christen und zu den Verbrechen der repressivsten Staaten der Welt hätten sie dagegen wenig zu sagen.

Noch härter traf es den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Das Gericht sei außer Kontrolle geraten, so Trump. Amerikanische Soldaten würden sich einem solchen Tribunal niemals unterwerfen. Die USA haben das Gründungsstatut nie ratifiziert. Deutschland gehört dagegen zu den treuesten Unterstützern des Gerichts. Berlin dürfte der Austrittsappell entsprechend in den Ohren klingen.

Die CO₂-Abgabe, die keiner bestellt hat

Wirtschaftlich besonders brisant: Trump rühmte sich, eine weltweite CO₂-Abgabe für die Schifffahrt gestoppt zu haben. Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation IMO habe sie einführen wollen. Nach Trumps Darstellung hätte das die Transportkosten um 10 bis 20 Prozent nach oben getrieben. Rund 80 Prozent des Welthandels laufen über den Seeweg. Am Ende hätte also jeder Verbraucher mitgezahlt, vom Turnschuh bis zur Waschmaschine.

Dann kam der Satz, der hängen bleiben wird:

„Es gibt keine Weltregierung – und solange ich Präsident bin, wird es keine globalen Steuern geben.“

In Brüssel dürfte das niemanden gefreut haben. Die EU gilt seit Jahren als eifrigster Verfechter immer neuer CO₂-Bepreisungen. Die Rechnung dafür landet auch bei deutschen Familien und Mittelständlern, die unter Energiepreisen und Bürokratie ächzen.

Aus KI wird „Superintelligenz“

Auch bei der künstlichen Intelligenz lehnt Washington jede globale Kontrolle ab. Die USA wiesen jeden Versuch zurück, ein globalistisches Steuerungssystem für die Technologie zu errichten, sagte Trump. Nebenbei taufte er sie um: Künftig solle offiziell von „Superintelligenz“ die Rede sein. Das Wort „künstlich“ klinge schließlich, als sei diese Intelligenz nicht echt.

Einen großen Teil seiner Rede widmete Trump zudem dem Krieg gegen den Iran, der seit rund sieben Monaten andauert. Er werde nie zulassen, dass Teheran eine Atomwaffe bekomme, betonte er.

Was bleibt von diesem Auftritt?

Die Botschaft an die versammelten Diplomaten war unmissverständlich: Zusammenarbeit ja, Bevormundung nein. Kritiker werden darin einen Angriff auf die multilaterale Ordnung sehen. Viele Bürger dürften dagegen eher eine Frage stellen, die sie auch hierzulande umtreibt: Wer entscheidet eigentlich über unsere Grenzen, unsere Steuern und unsere Zukunft? Die Regierung Merz hat darauf bislang keine so klare Antwort gegeben.

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