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24.06.2026
16:09 Uhr

Selenskyjs Größenwahn: Wenn der Bittsteller plötzlich Europa kommandieren will

Es gibt Momente in der Politik, da bleibt einem buchstäblich die Spucke weg. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach einem EU-Gipfel in Brüssel verkündet, dass nicht etwa die europäischen Staats- und Regierungschefs entscheiden würden, wer den Kontinent bei künftigen Verhandlungen mit Russland vertreten solle – nein, diese Entscheidung wolle Kiew selbst treffen. «Die Ukraine wird entscheiden, wer Europa in den Verhandlungen vertritt. Das ist fair», erklärte Selenskyj laut Nachrichtenagentur Reuters. Fair? Man muss sich diesen Satz auf der Zunge zergehen lassen.

Der Bittsteller, der zum Befehlshaber mutiert

Es ist eine bemerkenswerte Volte: Ein Staatschef, dessen Land seit über vier Jahren ausschließlich dank westlicher Milliardentransfers und gelieferter Waffen überhaupt noch existiert, beansprucht nun die Hoheit darüber, wer den gesamten europäischen Kontinent diplomatisch repräsentieren soll. Wer Geld empfängt, sollte normalerweise dankbar sein. Doch in der verkehrten Welt der Brüsseler Politik scheint die alte Weisheit nicht mehr zu gelten, dass derjenige bestimmt, der bezahlt.

Die Aussage unterstreicht den unverhohlenen Anspruch Kiews, die diplomatischen Zügel weiterhin fest in der eigenen Hand zu halten. Nachdem die von den USA initiierten Gespräche ins Stocken geraten seien und die Ukraine russische Forderungen nach Gebietsabtretungen kategorisch zurückgewiesen habe, drängten mehrere europäische Staaten auf eine stärkere Rolle bei möglichen Verhandlungen mit Moskau. Über die konkrete Ausgestaltung herrsche jedoch alles andere als Einigkeit.

Vier Jahre Krieg – und kein Ende in Sicht

Selenskyj erklärte, die Ukraine sei beim jüngsten Treffen der europäischen Spitzenpolitiker ausführlicher diskutiert worden als je zuvor. Insbesondere die Rolle Europas im Dialog mit Russland habe im Zentrum gestanden. Man fragt sich unweigerlich: Wo bleibt eigentlich der nüchterne Blick auf die Realität? An der Front kommt Russland voran, das Land ist faktisch bankrott, und die diplomatische Kompromisslosigkeit Kiews steht in einem grellen Widerspruch zur militärischen Notlage.

Wer heute den Kurs bestimmt, steht morgen vielleicht vor einem Scherbenhaufen – doch für den Moment dominiert der Wille zur totalen Ausrichtung.

Die Patriot-Frage und Trumps Kurswechsel

Zugleich vermeldete der ukrainische Präsident Fortschritte bei einem weiteren Kernanliegen. Die US-Regierung habe erstmals positiv auf die Forderung reagiert, Lizenzen für die Produktion amerikanischer Patriot-Abfangraketen in der Ukraine zu erteilen. Die Luftverteidigung gelte als eine der dringendsten Prioritäten, da Russland seine Produktion ballistischer Raketen kontinuierlich ausbaue. Nach Angaben Selenskyjs wolle US-Präsident Donald Trump zudem amerikanische Rüstungskonzerne dazu bewegen, Flugabwehrraketen künftig in Europa und der Ukraine in Lizenz fertigen zu lassen. Eine offizielle Bestätigung aus dem Weißen Haus lag zunächst nicht vor – was angesichts der Vollmundigkeit der Ankündigung durchaus zu denken geben sollte.

Wer zahlt die Zeche? Der deutsche Steuerzahler

Während in Berlin und Brüssel die Milliarden mit einer Leichtigkeit gen Kiew fließen, als gäbe es kein Morgen, schnürt die Regierung Merz dem eigenen Bürger gleichzeitig immer engere Gürtel. Bundeskanzler Friedrich Merz hat den Wiederaufbau der Ukraine zur «gesamtgesellschaftlichen Aufgabe» erklärt – ein Euphemismus dafür, dass der deutsche Steuerzahler über Generationen hinweg zur Kasse gebeten werden soll. Dieselbe Regierung, die ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen aus dem Boden stampft und neue Schuldenberge auftürmt, obwohl ihr Kanzler vollmundig versprochen hatte, keine neuen Schulden zu machen.

Es ist diese frappierende Diskrepanz zwischen staatlicher Großzügigkeit nach außen und technokratischer Knausrigkeit im Inneren, die viele Bürger zu Recht erbittert. Geld für ferne Kriegsschauplätze ist offenbar grenzenlos vorhanden, während im eigenen Land marode Brücken, eine schwächelnde Industrie und eine ausufernde Inflation die Menschen plagen.

Eine Frage, die niemand stellen will

Bleibt die unbequeme Frage: Was genau hat «Europa» eigentlich bei Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine verloren? Es handelt sich um einen Krieg zwischen zwei Staaten. Üblicherweise würde man für Friedensgespräche einen neutralen Drittstaat hinzuziehen – nicht eine Brüsseler Bürokratie, die seit Jahren jede diplomatische Lösung eher zu hintertreiben als zu fördern scheint. Wer Frieden wirklich wolle, der suche nach Brücken, nicht nach immer neuen Eskalationsstufen.

In einer Zeit, in der politische Führung sich allzu oft in Symbolik und Selbstinszenierung erschöpft, lohnt sich der Blick auf das Beständige. Während Währungen durch Schuldenpolitik entwertet werden und geopolitische Risiken zunehmen, haben physische Edelmetalle wie Gold und Silber über Jahrhunderte hinweg ihre Funktion als Wertspeicher und Krisenwährung bewiesen. Sie sind als Beimischung zu einem breit gestreuten Vermögen eine bewährte Säule der Vermögenssicherung – unabhängig von politischen Launen und diplomatischen Possenspielen.

Hinweis: Die in diesem Beitrag geäußerten Einschätzungen stellen ausschließlich die Meinung unserer Redaktion dar und sind keine Anlageberatung. Wir betreiben weder Anlage- noch Steuer- oder Rechtsberatung. Jeder Anleger ist verpflichtet, sich eigenständig zu informieren und trägt die Verantwortung für seine Entscheidungen selbst.

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