Kostenlose Beratung
07930-2699
150.000
Kunden
Sicherer
Versand
Keine
Meldepflicht
Kettner Edelmetalle
Menü
23.09.2026
21:44 Uhr

Organ-Importland Deutschland: Ärztechef rechnet mit dem Kurs ab!

Einen Tag bevor der Bundestag über eine Grundsatzreform der Organspende debattiert, verschärft Berlins Ärztekammer-Präsident Peter Bobbert den Ton. Deutschland sei ein Land, das Organe importiere, sagte er der „Bild“. Für die bevölkerungsreichste Nation Europas nannte er das ein „Armutszeugnis“. Am Donnerstag, dem 24. September, beraten die Abgeordneten in erster Lesung über die Widerspruchslösung.

Ein Appell an die Eigenverantwortung

Bobbert zielt auf den Kern des Problems: die Gleichgültigkeit. Organspende funktioniere nur als solidarische Leistung der Gemeinschaft, betonte der Mediziner. Das gelinge aber nur, wenn jeder Einzelne für sich eine Entscheidung treffe.

Jeder Mensch in Deutschland müsse sich wenigstens einmal im Leben mit der Frage befassen, forderte Bobbert. Alles andere sei inakzeptabel. Dazu kommt ein Satz, der unbequem ist: Die Wahrscheinlichkeit, selbst ein Spenderorgan zu brauchen, sei höher als die, selbst zum Spender zu werden.

Die Zahlen: eine stille Tragödie

Nüchterne Statistik zeigt, wie dramatisch die Lage ist. Laut offiziellen Angaben gab es im Jahr 2025 bundesweit 985 Organspender, das sind rund 11,8 pro Million Einwohner. Auf der Warteliste standen zu Jahresbeginn 2026 mehr als 8.000 Menschen, die meisten warten auf eine Niere.

633 Patienten sind 2025 gestorben, bevor ein passendes Organ gefunden war. Wie ein solcher Wert im Vergleich aussieht, zeigt Spanien: Dort kamen 2024 über 48 Spender auf eine Million Einwohner, also etwa das Vierfache. Deutschland profitiert im Eurotransplant-Verbund seit Jahren von der Spendenbereitschaft seiner Nachbarn, ohne selbst genug beizutragen. Genau das meint Bobbert mit dem Begriff „Importland“.

Was sich ändern soll

Aktuell gilt die sogenannte Entscheidungslösung. Organe dürfen nur entnommen werden, wenn der Verstorbene ausdrücklich zugestimmt hat oder die Angehörigen nach seinem mutmaßlichen Willen entscheiden. Die Widerspruchslösung würde dieses Prinzip umdrehen: Jeder Volljährige käme grundsätzlich als Spender in Betracht, sofern er zu Lebzeiten nicht widersprochen hat.

Dem Parlament liegen dazu drei Vorlagen vor:

  • ein Gruppenantrag von 254 Abgeordneten aus CDU/CSU, SPD, Grünen und Linken für die Widerspruchsregelung,
  • ein inhaltlich ähnlicher Gesetzentwurf des Bundesrates,
  • ein Gegenantrag von 58 Abgeordneten, die an der Freiwilligkeit festhalten und stattdessen auf bessere Aufklärung und einfachere Registrierung setzen wollen.

Nach einer einstündigen Aussprache sollen alle Vorlagen an den Gesundheitsausschuss überwiesen werden. Einen Fraktionszwang gibt es nicht, es gilt als Gewissensentscheidung.

Déjà-vu im Reichstag

Neu ist der Streit nicht. Schon 2020 scheiterte eine Widerspruchslösung im Bundestag. Stattdessen setzte die Politik auf Aufklärung, Transplantationsbeauftragte in den Kliniken und ein digitales Organspende-Register, das 2024 an den Start ging. Die Initiatoren der Reform halten in ihrem Entwurf nun selbst fest, dass all diese Maßnahmen keinen spürbaren und dauerhaften Anstieg der Spenderzahlen gebracht hätten.

Das ist ein bemerkenswertes Eingeständnis. Jahrelang wurde verwaltet, geworben und digitalisiert, und am Ende steht die Politik praktisch dort, wo sie angefangen hat.

Freiheit oder Pflicht?

Trotzdem bleibt die Grundsatzfrage heikel. Kritiker halten es für problematisch, wenn der Staat Schweigen als Zustimmung wertet, denn schließlich geht es um den eigenen Körper. Befürworter entgegnen, niemand werde zu etwas gezwungen. Verlangt werde nur eine klare Entscheidung für Ja oder Nein.

Bobberts Botschaft ist bei aller Schärfe eigentlich eine konservative: Verantwortung beginnt beim Einzelnen. Wer ein klares Nein oder ein klares Ja dokumentiert, entlastet im Ernstfall seine Familie. Das gilt unabhängig davon, wie der Bundestag am Ende abstimmt.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen