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23.03.2026
06:06 Uhr

Eskalation am Persischen Golf: Asiens Börsen im freien Fall – Ölpreis explodiert

Was sich in den vergangenen Tagen im Nahen Osten abspielt, lässt die Finanzmärkte weltweit erzittern. Die Konfrontation zwischen den USA und dem Iran hat eine neue, bedrohliche Dimension erreicht – und die Auswirkungen sind an den asiatischen Börsen mit voller Wucht zu spüren. Japans Nikkei 225 stürzte um fast fünf Prozent ab, Südkoreas Kospi brach um mehr als sechs Prozent ein. Der Handel an der koreanischen Börse musste zeitweise sogar ausgesetzt werden, nachdem die Kospi-200-Futures um über fünf Prozent eingebrochen waren.

Trumps Ultimatum und Irans Gegendrohung

US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende erklärt, er werde Irans Kraftwerke „auslöschen", sollte Teheran die Straße von Hormus nicht innerhalb von 48 Stunden vollständig wieder öffnen. Die Meerenge ist eine der wichtigsten Schlagadern des globalen Energiehandels – rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls passiert diesen Nadelöhr. Eine Blockade hätte katastrophale Folgen für die Weltwirtschaft.

Doch Teheran denkt nicht daran, klein beizugeben. Irans Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf konterte scharf: Angriffe auf iranische Kraftwerke würden „unmittelbar" mit Vergeltungsschlägen auf Energieinfrastruktur und Öleinrichtungen in der gesamten Region beantwortet. Kritische Infrastruktur, Entsalzungsanlagen und Energieanlagen am Golf seien dann „legitime Ziele", die „unwiderruflich zerstört" würden. Die Ölpreise, so Ghalibaf, würden für lange Zeit steigen.

Drohungen gegen US-Staatsanleihen-Halter

Besonders bemerkenswert – und in seiner Dreistigkeit kaum zu überbieten – war Ghalibafs Ausweitung der Drohkulisse am Sonntag: Finanzinstitutionen, die US-Staatsanleihen kaufen und damit „das US-Militärbudget finanzieren", würden ebenfalls als legitime Ziele betrachtet. Eine Rhetorik, die in ihrer Radikalität selbst für die ohnehin aufgeheizte Lage ungewöhnlich ist. Ob diese Drohung mehr als heiße Luft darstellt, sei dahingestellt – doch allein die Tatsache, dass ein hochrangiger iranischer Politiker den globalen Finanzmarkt direkt ins Visier nimmt, spricht Bände über den Grad der Eskalation.

Ölpreise auf Rekordkurs – Goldman Sachs hebt Prognosen drastisch an

Die Rohölmärkte reagierten mit extremer Volatilität. Brent-Rohöl kletterte auf 112,68 Dollar pro Barrel, während die US-Sorte West Texas Intermediate die psychologisch wichtige Marke von 99 Dollar erreichte. Goldman Sachs hat seine Ölpreisprognosen massiv nach oben korrigiert und erwartet nun einen durchschnittlichen Brent-Preis von 110 Dollar für die kommenden Wochen.

Die Investmentbank geht davon aus, dass die Durchflussmengen durch die Straße von Hormus für einen Zeitraum von sechs Wochen bei lediglich fünf Prozent des normalen Niveaus verharren könnten, bevor eine schrittweise Erholung über einen weiteren Monat einsetze. Der Spread zwischen Brent und WTI weitete sich auf über 14 Dollar pro Barrel aus – die steilste Preisdifferenz zwischen den beiden Referenzsorten seit Jahren. Analysten werten dies als mögliches Zeichen für den „Höhepunkt der Intensität dieser Ölkrise".

Asiens Märkte im Panikmodus

Die Panik an den asiatischen Börsen war am Montag mit Händen zu greifen. Neben den dramatischen Verlusten in Japan und Südkorea gab auch Australiens S&P/ASX 200 um 2,4 Prozent nach. Hongkongs Hang Seng Index und der chinesische CSI 300 eröffneten mit Verlusten von knapp zwei Prozent. Investoren flohen regelrecht aus Risikoanlagen – ein Verhalten, das in Krisenzeiten so vorhersehbar ist wie der Sonnenaufgang.

An der Wall Street hatten die drei großen Indizes bereits die Vorwoche mit deutlichen Verlusten beendet. Der S&P 500 fiel um mehr als 1,5 Prozent und rutschte erstmals seit Mai unter seinen 200-Tage-Durchschnitt – ein technisches Warnsignal, das erfahrene Anleger aufhorchen lässt. Der Dow Jones verzeichnete seine erste vierwöchige Verlustserie seit 2023.

Was bedeutet das für deutsche Anleger?

Die geopolitische Großwetterlage verschlechtert sich in einem Tempo, das selbst hartgesottene Marktbeobachter überrascht. Für deutsche Anleger stellt sich einmal mehr die Frage, wie sie ihr Vermögen in solch turbulenten Zeiten schützen können. Steigende Ölpreise bedeuten steigende Inflation, steigende Produktionskosten und letztlich eine weitere Belastung für die ohnehin angeschlagene deutsche Wirtschaft. Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hat mit ihrem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen bereits die Weichen für eine massive Neuverschuldung gestellt – explodierende Energiepreise könnten dieses fragile Konstrukt zusätzlich unter Druck setzen.

In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr der zeitlose Wert physischer Edelmetalle. Während Aktienmärkte einbrechen, Anleihen durch iranische Drohungen plötzlich selbst zum geopolitischen Spielball werden und Währungen unter dem Druck steigender Energiekosten leiden, bieten Gold und Silber genau das, was sie seit Jahrtausenden bieten: einen sicheren Hafen. Wer sein Portfolio mit physischen Edelmetallen ergänzt, schafft sich ein Bollwerk gegen die Unwägbarkeiten einer Welt, die zunehmend aus den Fugen gerät.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen und Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion und dienen ausschließlich zu Informationszwecken. Jeder Anleger ist selbst dafür verantwortlich, eigene Recherchen durchzuführen und seine Anlageentscheidungen auf Basis seiner individuellen Situation zu treffen. Für etwaige Verluste, die aus der Umsetzung der hier dargestellten Informationen entstehen, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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