
Trump vor der UNO: Iran-Deal erst nach der Wahl – Kuba flüchtet aus dem Saal
US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag vor der UN-Generalversammlung in Manhattan eine Kampfrede gehalten. Im Zentrum: der eigene Krieg gegen den Iran, ein Militärabkommen für Grönland – und eine Attacke auf Kuba, die die kubanische Delegation demonstrativ aus dem Saal trieb.
Achter Kriegsmonat – und ein Wahltermin als Fahrplan
Der Krieg gegen den Iran, der laut Medienberichten im Februar mit US-amerikanischen und israelischen Angriffen begann, geht auf seinen achten Monat zu. Ein Ende ist nicht in Sicht. Trump verteidigte den Militäreinsatz mit dem Argument, Teheran habe ein Raketenarsenal aufbauen wollen, um anschließend den „mad dash“, den wilden Sprint zur Atombombe, anzutreten.
Nun stehe eine „große Entscheidung“ an: Abkommen oder Vernichtung. Ein Deal komme aus seiner Sicht unmittelbar nach den Kongresswahlen am 3. November – alles andere sei unlogisch.
„Sie warten ab, wie ich bei den Zwischenwahlen abschneide. Was sie nicht begreifen: Ich kandidiere gar nicht.“
Die Wahl spiele bei seinen Iran-Entscheidungen keine Rolle, betonte Trump. Es zähle einzig, dass der Iran niemals eine Atomwaffe erhalte. Bemerkenswert bleibt dennoch: Bereits Anfang September hatte er laut Berichten erklärt, der Krieg werde „unmittelbar nach der Wahl“ enden – und mit ihm die hohen Energiepreise.
Die Rechnung zahlen die Bürger – auch in Europa
Denn der Konflikt frisst sich längst in die Portemonnaies. Brent-Öl notierte Mitte September Berichten zufolge bei rund 103 bis 105 Dollar je Barrel, zeitweise über 109 Dollar. In den USA kletterte Diesel auf Rekordniveau, Normalbenzin kostete im Schnitt 4,22 Dollar je Gallone. Angriffe auf saudische Pipeline-Infrastruktur und die Dauerstörung in der Straße von Hormus haben den Weltmarkt jeder Reserve beraubt.
Für deutsche Industrie und Verbraucher ist das bitter: Wer Energie teuer einkauft und zugleich durch Abgaben, CO₂-Preise und Bürokratie belastet wird, verliert doppelt. Gold notierte Mitte September nach Marktberichten bei rund 4.350 Dollar je Feinunze – ein Kurs, der die Nervosität an den Märkten präzise abbildet.
Grönland: Trumps „Traum“ und Europas Unbehagen
Trump lobte zudem das Abkommen mit Dänemark und Grönland, das den USA „die vollständige Fähigkeit“ gebe, das Notwendige zur Verteidigung des amerikanischen Kontinents – „und auch Europas und anderer Orte“ – zu tun. Nach Darstellung der beteiligten Regierungen bleibt Grönland dänisch; Nicht-NATO-Staaten sollen dort keine Basen bauen dürfen, Washington erhält dauerhafte Zugangs- und Überflugrechte ohne Laufzeitbegrenzung.
Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen nannte das Ergebnis gut für NATO und Europa. Beim EU-Arktisgipfel in Rovaniemi hatten europäische Staats- und Regierungschefs, unter ihnen Bundeskanzler Friedrich Merz, kurz zuvor jedoch nicht nur Russland und China, sondern auch die USA als Problemfaktor benannt. Eine Rolle, in der sich Europa gefällt: mahnen, ohne militärisch zu liefern.
Kuba als „gescheiterter Staat“ – und ein Auszug
Kuba nannte Trump einen „absolut gescheiterten Staat“, der mit „linksradikalen und kommunistischen Netzwerken“ in den USA zusammenarbeite. Kommunismus werde nie nach Amerika kommen, Freiheit aber nach Kuba. Außenminister Marco Rubio verhandle. Während der Passage verließ die kubanische Delegation den Saal.
Bedrohungen in der westlichen Hemisphäre werde man nicht mehr dulden, sagte Trump und verwies auf das Eingreifen in Venezuela. Notfalls werde man die „unvergleichliche militärische Macht“ der USA einsetzen.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Jeder Anleger trifft seine Entscheidungen eigenverantwortlich und sollte sich vorher selbst umfassend informieren. Physische Edelmetalle können nach unserer Auffassung eine sinnvolle Beimischung zur langfristigen Vermögenssicherung sein – Kursrisiken bleiben bestehen.

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