
Russische Raketen stören Nato-Besuch in Kiew: Putins Antwort auf Trumps Friedenshoffnungen
Die Realität des Krieges holte den Nato-Generalsekretär Mark Rutte am Dienstag auf brutale Weise ein. Während seines Überraschungsbesuchs in der ukrainischen Hauptstadt heulten plötzlich die Sirenen, die Armee warnte vor einer ballistischen Rakete. Ein Moment, der deutlicher kaum zeigen könnte, wie weit entfernt jegliche Friedenshoffnungen derzeit sind.
Trumps Feuerpause: Eine Illusion zerplatzt
Erst kürzlich hatte US-Präsident Donald Trump vollmundig verkündet, der russische Präsident Wladimir Putin habe auf sein persönliches Ersuchen hin die Angriffe wegen der extremen Kälte pausiert. Eine Behauptung, die sich nun als das entpuppt, was kritische Beobachter von Anfang an vermuteten: diplomatisches Wunschdenken. Die schweren Bombardements in der Nacht zum Dienstag sprechen eine unmissverständliche Sprache. Russland setzt seinen Vernichtungskrieg fort, ungeachtet aller amerikanischen Vermittlungsversuche.
Präsident Selenskyj selbst bezeichnete den Angriff als Rekordschlag hinsichtlich des Einsatzes ballistischer Raketen. Nicht weniger als 28 dieser tödlichen Geschosse sollen auf die Ukraine niedergegangen sein. Eine Demonstration der Stärke, die offenkundig als Botschaft an den Westen gedacht ist.
Kulturelles Erbe unter Beschuss
Besonders symbolträchtig erscheint die Beschädigung des monumentalen Weltkriegsmahnmals „Mutter-Heimat" in Kiew. Dieses Denkmal, einst errichtet zum Gedenken an den sowjetischen Sieg über Nazi-Deutschland, wird nun ausgerechnet von russischen Raketen getroffen. Die Ironie könnte kaum bitterer sein. Auch Charkiw, die zweitgrößte Stadt der Ukraine, wurde erneut schwer bombardiert.
Verhandlungen unter Raketenbeschuss
Während Rutte und Selenskyj Blumen an einem Mahnmal für gefallene ukrainische Soldaten niederlegten, bereiteten sich die Diplomaten auf die nächste Verhandlungsrunde vor. Am Mittwoch sollen die Ukraine, Russland und die USA in Abu Dhabi zusammenkommen. Die amerikanische Seite versucht sich als Vermittler, doch Moskaus Forderungen bleiben unverändert hart: Abtretung weiterer ukrainischer Gebiete und der endgültige Verzicht Kiews auf eine Nato-Mitgliedschaft.
Man fragt sich unweigerlich, welchen Wert Verhandlungen haben, wenn eine Seite zeitgleich mit ballistischen Raketen auf zivile Ziele feuert. Die Antwort liegt auf der Hand: Putin verhandelt nicht aus einer Position der Kompromissbereitschaft, sondern aus einer Position der Stärke. Jede Rakete, die auf Kiew niedergeht, ist ein Argument am Verhandlungstisch.
Europa muss aufwachen
Der Besuch Ruttes in Kiew sendet zwar ein wichtiges Signal der Solidarität, doch Symbole allein werden die Ukraine nicht retten. Die europäischen Nato-Staaten müssen sich endlich der unbequemen Wahrheit stellen: Solange sie sich auf amerikanische Sicherheitsgarantien verlassen, bleiben sie verwundbar. Die Diskussionen über eine eigenständige europäische Verteidigungsfähigkeit sind längst überfällig und müssen mit der gebotenen Dringlichkeit geführt werden.
Der Krieg in der Ukraine ist kein fernes Ereignis mehr. Er ist eine existenzielle Bedrohung für die gesamte europäische Sicherheitsarchitektur. Und während in Abu Dhabi verhandelt wird, sterben weiterhin Menschen unter russischem Raketenbeschuss.

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