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23.03.2026
14:34 Uhr

Pulverfass Nahost: Trump pokert mit dem Iran – und spricht von „Regimewechsel"

Die Welt hält den Atem an. Während im Nahen Osten die Bomben fallen, Teheran brennt und die Straße von Hormus – jene maritime Lebensader, durch die ein Fünftel des globalen Öltransports fließt – blockiert bleibt, inszeniert sich US-Präsident Donald Trump als großer Dealmaker. Er habe „sehr gute und produktive Gespräche" mit einer nicht näher benannten „Top-Person" im Iran geführt, verkündete er auf Truth Social. Einen Namen nannte er nicht. Natürlich nicht.

Fünf Tage Gnadenfrist – oder Kalkül?

Trump wies das Pentagon an, alle geplanten Angriffe auf iranische Kraftwerke und Energieinfrastruktur für fünf Tage auszusetzen. Was auf den ersten Blick wie ein diplomatischer Durchbruch wirkt, könnte sich bei näherer Betrachtung als taktisches Manöver entpuppen. Denn die Bedingungen, die der US-Präsident stellt, sind unmissverständlich: Der Iran müsse sein gesamtes Atomprogramm samt angereichertem Uran aufgeben. Im Falle eines „Deals" würden sich die Vereinigten Staaten das Uran schlicht holen. Man fragt sich unwillkürlich, ob Teheran bei solchen Konditionen überhaupt verhandlungsfähig ist – oder ob Trump hier bewusst Maximalforderungen aufstellt, die zum Scheitern verurteilt sind.

Besonders brisant: Trump sprach von einer „sehr ernsthaften Form eines Regimewechsels", der bevorstehe. Die mysteriöse Kontaktperson sei nicht der amtierende Oberste Führer Modschtaba Chamenei – jener Mann, der nach der Tötung seines Vaters Ajatollah Ali Chamenei an die Staatsspitze gerückt war –, sondern jemand, den Trump als „den angesehensten" und wahren „Führer" bezeichnete. Wer das sein soll, bleibt im Nebel der Spekulation.

Teheran dementiert – und feiert gleichzeitig

Die Reaktion aus dem Iran war so widersprüchlich, wie man es von einem Regime in Bedrängnis erwarten darf. Einerseits dementierten die den Revolutionsgarden nahestehenden Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim jegliche direkte Kontakte zu Washington. Es gebe keinerlei Gespräche, weder direkt noch über Vermittler. Andererseits feierte das iranische Staatsfernsehen Trumps Ankündigung als triumphalen Rückzieher: „US-Präsident macht nach Irans deutlicher Warnung einen Rückzieher", prangte in einer Grafik auf den Bildschirmen.

Die Wahrheit dürfte, wie so oft in diesem Konflikt, irgendwo dazwischen liegen. Fars zitierte eine anonyme Quelle aus dem iranischen Machtapparat, wonach Trump zurückgerudert sei, nachdem er erfahren habe, dass sämtliche Kraftwerke in Westasien potenzielle Ziele iranischer Vergeltungsschläge seien. Tasnim wiederum behauptete, der Druck der Finanzmärkte habe den US-Präsidenten zum Einlenken bewogen.

Die schwerste Energiekrise seit Jahrzehnten

Dass die wirtschaftlichen Verwerfungen dieses Konflikts beispiellos sind, bestätigte niemand Geringerer als Fatih Birol, der Chef der Internationalen Energieagentur. Seine Worte sollten jeden Bürger in Europa aufhorchen lassen: Die aktuelle Krise sei „zwei Ölkrisen und ein Gaskollaps in einem". Während der Ölkrisen der 1970er-Jahre habe die Welt jeweils etwa fünf Millionen Barrel Erdöl pro Tag verloren. Diesmal seien es bereits elf Millionen Barrel täglich – mehr als beide historischen Ölschocks zusammengenommen.

Mindestens 40 Energieanlagen in der Region seien schwer oder sehr schwer beschädigt worden. Die IEA erwäge bereits die Freigabe weiterer strategischer Ölreserven, nachdem im März bereits 400 Millionen Barrel freigegeben worden waren. „Kein Land wird von den Auswirkungen dieser Krise verschont bleiben", warnte Birol eindringlich. Eine Aussage, die angesichts der deutschen Energieabhängigkeit wie ein Alarmsignal klingen sollte.

Ölpreis im freien Fall – Börsen im Rausch

Die Märkte reagierten auf Trumps Ankündigung mit einer Mischung aus Erleichterung und Euphorie, die fast schon grotesk anmutet. Der Brent-Ölpreis brach um mehr als 14 Prozent auf 96 Dollar je Barrel ein. Der DAX schoss um 3,6 Prozent nach oben. Man könnte meinen, der Krieg sei bereits vorbei. Ist er aber nicht. Nicht einmal annähernd. Diese Kurssprünge offenbaren vor allem eines: die erschreckende Nervosität und Fragilität der globalen Finanzmärkte, die an jedem Tweet, jedem Social-Media-Beitrag eines US-Präsidenten hängen wie Marionetten an unsichtbaren Fäden.

Merz zeigt sich „dankbar" – aber reicht das?

Bundeskanzler Friedrich Merz reagierte auf die Entwicklungen mit diplomatischer Zurückhaltung. Er sei „dankbar", dass Trump die Angriffe um fünf Tage verschoben habe, sagte der CDU-Politiker. Er habe am Sonntag mit dem US-Präsidenten telefoniert und seine „Bedenken" vorgetragen. Bedenken. Man reibt sich die Augen. Während die größte Energiekrise seit Jahrzehnten droht, während deutsche Unternehmen unter explodierenden Energiekosten ächzen und die Inflation ohnehin schon die Ersparnisse der Bürger auffrisst, bringt der deutsche Kanzler „Bedenken" vor.

Wo bleibt die klare Strategie zur Sicherung der deutschen Energieversorgung? Wo sind die konkreten Notfallpläne? Die Große Koalition, die mit ihrem 500-Milliarden-Sondervermögen ohnehin schon Generationen von Steuerzahlern in die Pflicht nimmt, scheint auch in dieser Krise mehr zu reagieren als zu agieren. Das kennen die Deutschen leider zur Genüge.

Eskalationsspirale ohne Ende

Die militärische Lage vor Ort bleibt derweil hochexplosiv. Israel startete eine neue Angriffswelle auf Teheran, Reporter des Senders Al Jazeera berichteten von „beispiellosen" Explosionen in den östlichen Vierteln der iranischen Hauptstadt. In der Stadt Urmia im Nordwesten des Iran wurden Wohnhäuser durch Luftangriffe zerstört. Auf die saudische Hauptstadt Riad wurden zwei ballistische Raketen abgefeuert.

Die iranischen Revolutionsgarden drohten ihrerseits mit Vergeltungsangriffen auf israelische Kraftwerke und solche, die US-Stützpunkte in der Region versorgen. „Wenn ihr die Elektrizität trefft, treffen wir die Elektrizität", hieß es in einer Erklärung. Staatliche Medien veröffentlichten eine Liste potenzieller Angriffsziele, darunter das Atomkraftwerk Baraka in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ein Angriff auf Kraftwerke in den Golfstaaten könnte die gesamte Strom- und Trinkwasserversorgung der Region lahmlegen, da die Wüstenstaaten ihre Kraftwerke mit Entsalzungsanlagen gekoppelt haben.

Libanon als Spielball Teherans

Wie weit der Arm der iranischen Revolutionsgarden reicht, offenbarte der libanesische Regierungschef Nawaf Salam in bemerkenswerter Offenheit. Die Hisbollah werde von Mitgliedern der Revolutionsgarden befehligt, die mit gefälschten Pässen illegal ins Land gekommen seien. Selbst den Drohnenangriff auf den britischen Militärstützpunkt Akrotiri auf Zypern machte Salam den iranischen Revolutionsgarden verantwortlich. Der Libanon sei durch die Hisbollah in einen Krieg hineingezogen worden, den er nie gewollt habe.

Europa rüstet auf – aber zu spät?

EU-Verteidigungskommissar Andrius Kubilius forderte angesichts der Lage massive Investitionen in die europäische Luftverteidigung. „Wir müssen unsere Produktion zur Raketenabwehr massiv hochfahren", sagte der frühere litauische Ministerpräsident. Besonders besorgniserregend: Die Patriot-Systeme, die die Ukraine dringend benötige, seien derzeit am Golf „sehr gefragt". Die entstandene Lücke werde Zeit brauchen, um geschlossen zu werden.

Frankreichs Präsident Macron warnte unterdessen vor dem „Risiko einer unkontrollierbaren Eskalation" und forderte ein Moratorium für Angriffe auf zivile Infrastruktur. Großbritanniens Premierminister Starmer berief ein Krisentreffen ein, um die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts zu beraten. Europa, so scheint es, wird einmal mehr von den Ereignissen überrollt, statt sie mitzugestalten.

Gold als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten

Was bedeutet das alles für den deutschen Bürger? Die Energiepreise werden weiter steigen, die Inflation wird sich verschärfen, und die ohnehin fragile wirtschaftliche Erholung Deutschlands steht auf dem Spiel. In Zeiten, in denen Aktienmärkte an einem einzigen Social-Media-Beitrag um mehrere Prozent schwanken und der Ölpreis binnen Stunden um 14 Prozent einbricht, zeigt sich einmal mehr der unschätzbare Wert physischer Edelmetalle als Stabilitätsanker im Portfolio. Gold und Silber haben in jeder Krise der vergangenen Jahrzehnte ihre Funktion als Wertaufbewahrungsmittel unter Beweis gestellt – und diese Krise dürfte keine Ausnahme sein.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche getroffen werden. Für Verluste, die aus der Umsetzung der hier dargestellten Informationen entstehen könnten, übernehmen wir keinerlei Haftung. Wir empfehlen, vor jeder Investitionsentscheidung einen qualifizierten Finanzberater zu konsultieren.

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