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08.05.2026
05:26 Uhr

Pulverfass Hormus: Trump beschwört Waffenruhe – während Raketen fliegen

Die geopolitische Lage im Persischen Golf gleicht einem Kartenhaus, das beim leisesten Windhauch in sich zusammenzufallen droht. Der seit Anfang April brüchige Waffenstillstand zwischen den Vereinigten Staaten und der Islamischen Republik Iran hat in den vergangenen Stunden einen weiteren schweren Riss bekommen. US-Präsident Donald Trump beeilte sich zwar, die Welt zu beruhigen und versicherte, das Schweigen der Waffen sei nach wie vor in Kraft – doch die Realität auf hoher See spricht eine andere Sprache.

Drei Zerstörer unter Beschuss

Drei Zerstörer der US-Marine wurden nach offizieller Lesart Washingtons beim Durchqueren der Straße von Hormus angegriffen. Trump selbst meldete sich auf seiner Plattform Truth Social zu Wort und erklärte, die Schiffe hätten die Passage erfolgreich gemeistert, ohne nennenswerte Schäden davonzutragen. Der iranischen Seite habe man hingegen empfindliche Verluste zugefügt. „Sie haben uns heute gereizt. Wir haben sie weggeblasen", ließ der US-Präsident vor Reportern in Washington verlauten – Worte, die kaum nach diplomatischer Zurückhaltung klingen.

Teheran hingegen zeichnet ein gänzlich anderes Bild. Das oberste gemeinsame Militärkommando des Iran beschuldigt Washington, den Waffenstillstand vorsätzlich gebrochen zu haben. Konkret werfen die iranischen Streitkräfte den Amerikanern vor, einen iranischen Öltanker sowie ein weiteres Schiff ins Visier genommen und Luftangriffe auf zivile Gebiete auf der Insel Qeshm sowie umliegende Küstenstreifen geflogen zu haben. Die Vergeltung sei prompt erfolgt: Angriffe auf US-Kriegsschiffe östlich der Meerenge und südlich des Hafens von Chabahar. Der Sprecher des Khatam al-Anbiya-Hauptquartiers spricht von „erheblichen Schäden" – das US-Zentralkommando dementiert dies entschieden.

Die Vereinigten Arabischen Emirate erneut im Fadenkreuz

Während sich die beiden Hauptkontrahenten gegenseitig die Schuld in die Schuhe schieben, gerieten auch die Vereinigten Arabischen Emirate erneut unter Beschuss. Die Luftabwehr des Wüstenstaats sei mit iranischen Drohnen und Raketen beschäftigt gewesen, hieß es offiziell. Seit Beginn des Krieges Ende Februar zielen iranische Streitkräfte immer wieder auf jene Golfstaaten, die amerikanische Militärbasen beherbergen – ein altbekanntes Muster, das jedoch nichts an seiner Brisanz verliert.

Ölpreis-Rallye: Brent jenseits der 100-Dollar-Marke

Die Auswirkungen auf die globalen Märkte ließen nicht auf sich warten. Die Ölpreise schossen im frühen asiatischen Handel in die Höhe, Brent-Rohöl sprang über die symbolisch bedeutsame Marke von 100 US-Dollar je Barrel. Aktienmärkte gaben nach den jüngsten Eskalationen einen Teil ihrer Wochengewinne wieder ab. Marija Veitmane, Leiterin des Aktien-Research bei State Street Markets, attestierte den Märkten dennoch eine erstaunliche Gelassenheit: Trotz andauernder Feindseligkeiten und erhöhter Ölpreise rechneten Investoren mit einer begrenzten Dauer des Konflikts.

Doch die nüchternen Zahlen erzählen eine andere Geschichte. Zwanzig Raffinerien im Nahen Osten wurden bereits getroffen oder vorsorglich heruntergefahren. Bis Mitte April wurden auf diese Weise mehr als 2,3 Millionen Barrel Tagesproduktion vom Markt genommen. Eine Zahl, die bei jedem Energie-Strategen für Schweißausbrüche sorgen dürfte.

Trumps Wahlversprechen unter Druck

Besonders pikant: Der Krieg stellt Trumps Verhältnis zu seiner eigenen Anhängerschaft auf eine harte Probe. Hatte er doch im Wahlkampf vehement gegen amerikanische Verstrickungen in fremden Kriegen polemisiert und sinkende Spritpreise versprochen. Die Realität sieht anders aus: Die durchschnittlichen Benzinpreise in den USA sind seit Ende Februar um mehr als 40 Prozent in die Höhe geschnellt – ein Plus von rund 1,20 Dollar pro Gallone. Über vier Dollar muss der amerikanische Autofahrer mittlerweile berappen, so die Daten der American Automobile Association. Für einen Präsidenten, der sich gerne als Verteidiger des kleinen Mannes inszeniert, ein veritables Eigentor.

Verhandlungen am seidenen Faden

Trotz allem beteuerte Trump, die Verhandlungen mit Teheran liefen weiter. Vor den jüngsten Eskalationen hatten die Vereinigten Staaten einen Vorschlag unterbreitet, der den Konflikt formell beenden sollte – allerdings ohne die Kernforderungen zu adressieren: die Aussetzung des iranischen Atomprogramms und die Wiederöffnung der Straße von Hormus. Iran habe eingeräumt, niemals Atomwaffen zu erhalten, behauptet Trump. „Es besteht null Chance. Sie wissen das, und sie haben dem zugestimmt. Mal sehen, ob sie bereit sind zu unterschreiben." Wann ein Abkommen zustande kommen könnte? „Es könnte jeden Tag passieren", so Trump. „Ich glaube, sie wollen den Deal mehr als ich."

Was bedeutet das für deutsche Sparer?

Während in Washington und Teheran diplomatisches Pingpong gespielt wird, sollten Anleger in Deutschland sehr genau hinschauen. Geopolitische Krisen dieser Größenordnung haben eine unangenehme Eigenart: Sie eskalieren oft genau dann, wenn alle Beteuerungen das Gegenteil suggerieren. Die Energiepreise könnten sich erneut zu einem inflationären Brandbeschleuniger entwickeln – und das in einer Zeit, in der die Bundesregierung mit einem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen ohnehin die Druckerpresse anwirft. Wer in solchen Zeiten ausschließlich auf Papierwerte und ETFs setzt, vertraut blind auf die Stabilität eines Systems, das von einer Krise zur nächsten taumelt. Physisches Gold und Silber haben in den vergangenen Jahrtausenden bewiesen, dass sie geopolitische Stürme überstehen – im Gegensatz zu so mancher Währung und so manchem Versprechen aus Politikermund.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geäußerten Einschätzungen geben ausschließlich die Meinung der Redaktion wieder. Anlageentscheidungen sollten stets auf eigener Recherche und gegebenenfalls in Absprache mit einem qualifizierten Berater getroffen werden. Eine Haftung für Anlageentscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden, ist ausgeschlossen.

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