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23.03.2026
05:54 Uhr

Münchens grüner Umsturz: Nach 42 Jahren SPD-Herrschaft regiert nun ein 35-Jähriger am Marienplatz

Was sich wie ein schlechter Witz anhört, ist bittere Realität geworden: Die bayerische Landeshauptstadt, einst stolze Bastion bürgerlicher Werte, hat sich einen grünen Oberbürgermeister gewählt. Dominik Krause, gerade einmal 35 Jahre alt und Kandidat der Grünen, hat den amtierenden SPD-Oberbürgermeister Dieter Reiter in der Stichwahl am 23. März 2026 mit vernichtenden 56,4 zu 43,6 Prozent aus dem Rathaus gefegt. München – quo vadis?

Das Ende einer Ära, die niemand vermissen wird

Man muss kein Freund der Sozialdemokraten sein, um die historische Dimension dieses Ergebnisses zu begreifen. Seit sage und schreibe 42 Jahren saßen SPD-Politiker ununterbrochen auf dem Oberbürgermeistersessel der größten bayerischen Stadt. Seit 1948 konnte lediglich ein einziges Mal ein anderer Politiker diese rote Dominanz durchbrechen: Der CSU-Mann Erich Kiesl regierte von 1978 bis 1984 am Marienplatz. Dann war Schluss mit bürgerlicher Vernunft.

Doch was folgt nun? Statt eines konservativen Aufbruchs, den München so dringend bräuchte, tauscht die Stadt lediglich eine linke Farbe gegen eine noch linkere. Rot wird durch Grün ersetzt – als würde man bei einem Wasserrohrbruch statt eines Klempners einen Feng-Shui-Berater rufen.

Reiter stolperte über eigene Fehler

Der 67-jährige Amtsinhaber Reiter hatte sich die Niederlage freilich auch selbst zuzuschreiben. Kurz vor der Wahl war er gleich doppelt in die Schlagzeilen geraten: Zum einen musste er nicht vom Stadtrat genehmigte Zahlungen im Zusammenhang mit einem Ehrenamt beim FC Bayern einräumen. Zum anderen hatte er in der letzten Stadtratssitzung vor der Wahl das Wort „Neger" benutzt – in Zeiten der allgegenwärtigen Sprachpolizei ein politisches Todesurteil, unabhängig vom Kontext.

„Ich habe es verbockt", gestand Reiter bereits nach Auszählung von zwei Dritteln der Stimmen ein und erklärte seine politische Laufbahn für beendet. Eine bemerkenswert ehrliche Selbsteinschätzung – vielleicht die ehrlichste Aussage, die je von einem SPD-Politiker in München zu hören war.

Eine Wahlbeteiligung, die Bände spricht

Besonders alarmierend ist die desaströse Wahlbeteiligung von lediglich 44,5 Prozent. Von den 1,1 Millionen Wahlberechtigten machte also nicht einmal jeder Zweite von seinem demokratischen Recht Gebrauch. Rechnet man nach, erhielt der neue Oberbürgermeister gerade einmal die Zustimmung von 25 Prozent aller Wahlberechtigten. Ein Viertel der Münchner hat also entschieden, wohin die Reise für alle geht. Dazu stimmten 61,1 Prozent der Wähler per Briefwahl ab – ein Trend, der die zunehmende Entfremdung der Bürger von demokratischen Prozessen vor Ort eindrücklich dokumentiert.

Grüner Jubel und die Frage nach der Zukunft

Wahlgewinner Krause sprach erwartungsgemäß von einer „Sensation" und einem „historischen Ergebnis". „Es ist der Wahnsinn!", jubelte er auf der Wahlparty der Grünen. Der 35-Jährige küsste seinen Verlobten Sebastian Müller und dankte ihm als „die Liebe meines Lebens, ohne die all das nicht möglich war".

Man fragt sich unwillkürlich, was diese Wahl über den Zustand der bayerischen Landeshauptstadt aussagt. München, einst Inbegriff bayerischer Lebensart, konservativer Werte und wirtschaftlicher Stärke, scheint sich in eine Art südliches Berlin zu verwandeln. Die Gentrifizierung der politischen Landschaft schreitet voran – und mit ihr die Entfremdung von jenen Traditionen, die diese Stadt einst groß gemacht haben.

Was München jetzt droht

Die Erfahrung aus anderen grün regierten Städten lässt wenig Gutes erahnen. Fahrradstraßen statt funktionierender Infrastruktur, ideologische Symbolpolitik statt pragmatischer Problemlösung, Gendersprache in Amtsstuben statt bürgernaher Verwaltung – das Drehbuch kennt man bereits aus Freiburg, Stuttgart oder eben Berlin. Ob die Münchner in sechs Jahren noch so begeistert sein werden, darf bezweifelt werden.

Für das bürgerliche Lager ist dieses Ergebnis ein Weckruf. Dass weder die CSU noch eine andere konservative Kraft es in die Stichwahl geschafft hat, offenbart ein fundamentales Versagen der politischen Rechten in Deutschlands drittgrößter Stadt. Statt sich in internen Grabenkämpfen zu verlieren, müsste das konservative Spektrum endlich wieder glaubwürdige Angebote für die urbane Mitte formulieren. Denn eines ist klar: Wenn selbst München grün wird, dann steht es um die politische Kultur in diesem Land noch schlechter, als viele befürchtet haben.

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