
Kachelmann poltert gegen das „Schwurbelland“: Wenn der Wetterfrosch zum Klima-Apostel mutiert
Es ist Sommer, die Temperaturen klettern – und schon meldet sich der wohl streitbarste Meteorologe der Republik zu Wort. Jörg Kachelmann nimmt erneut kein Blatt vor den Mund und bezeichnet Deutschland kurzerhand als „schreckliches Land“ sowie als „wissenschafts- und technologiefeindliches Schwurbelland“. Starke Worte, die man von einem Mann, der jahrelang im öffentlich-rechtlichen Wohnzimmer das Wetter ansagte, vielleicht nicht unbedingt erwartet hätte.
Hitze über Europa – und ein Meteorologe in Alarmstimmung
Über Frankreich, so berichtet es Kachelmann der Badischen Zeitung, würden die Quecksilbersäulen auf bis zu 43 Grad emporschnellen, in Südbaden seien immerhin 38 Grad drin. Deutschland liege noch am Rand der sogenannten Hitzeglocke – doch das könne sich schnell ändern. Rücke das stabile Hoch nur ein wenig gen Osten, seien auch hierzulande durchaus 40 Grad möglich, warnt der Wetterexperte.
Für Mitte Juni seien solche Werte ungewöhnlich, räumt Kachelmann ein. Der eigentliche Hitzeschwerpunkt liege traditionell zwischen Juli und Anfang August. Schuld an den wärmeren Luftmassen sei – wie könnte es anders sein – der Klimawandel.
„Das ist Folter“ – Kachelmann gegen die Behörden-Tipps
Interessant wird es, wenn der Meteorologe sich die offiziellen Ratschläge deutscher Behörden vorknöpft. Hier wird er ungewohnt deutlich – und trifft, man muss es zugeben, einen wunden Punkt. Der gängige Rat, nach dem morgendlichen Lüften die Fenster tagsüber geschlossen zu halten, sei „völliger Blödsinn“. Für alte Menschen in kleinen, aufgeheizten Wohnungen könne ein solcher Hinweis tödlich enden.
„Das ist Folter.“ – Jörg Kachelmann über den behördlichen Lüftungs-Ratschlag
Weltweiter Konsens, so Kachelmann, sei das genaue Gegenteil: Fenster auf, Durchzug. Und auch die berühmte deutsche Skepsis gegenüber Klimaanlagen kann er nicht nachvollziehen. Der hierzulande tief verwurzelte Glaube an den steifen Nacken durch Zugluft sei schlicht Unsinn. Auf Sylt oder Fuerteventura, so seine bissige Bemerkung, stelle sich schließlich auch niemand mit Schmerzen vor die frische Brise.
Wenn Bürokratie auf gesunden Menschenverstand trifft
Bei aller berechtigten Skepsis gegenüber dem Klima-Alarmismus, der seit Jahren durch die deutsche Debatte wabert: An dieser Stelle hat Kachelmann einen Punkt, den man nicht von der Hand weisen kann. Denn ausgerechnet jene Behörden, die den Bürgern ansonsten in jeder Lebenslage Vorschriften machen, verteilen offenbar Tipps, die im Zweifel mehr schaden als nützen. Es ist ein bekanntes deutsches Muster: Statt pragmatischer Lösungen wie einer simplen Klimaanlage – die im technologiestolzen Ausland längst Standard ist – ergeht man sich lieber in halbgaren Belehrungen.
Während andernorts mit Technik und gesundem Menschenverstand auf die Hitze reagiert wird, diskutiert man in Deutschland lieber über Verbote, Verzicht und Verordnungen. Wer wollte da widersprechen, wenn von „Technologiefeindlichkeit“ die Rede ist?
Hitzetote, Waldbrände und die ewige Klima-Predigt
Doch dann kehrt Kachelmann wieder zurück auf die altbekannte Klima-Schiene. Für Panik plädiere er zwar nicht – „für Alarmismus und Hysterie plädiere ich nie“, betont er. Was ihn jedoch störe: dass beim allgemeinen Stöhnen über die Hitze der Zusammenhang mit dem Klimawandel kaum noch thematisiert werde. Am Ende des Jahres, so seine düstere Prognose, zähle man dann wieder die Hitzetoten.
Auch beim Thema Waldbrände teilt der Meteorologe kräftig aus. Die landläufige Erzählung von Glasscherben als Brandauslöser sei reiner Aberglaube. Nahezu alle Brände gingen auf Brandstiftung zurück – seltene Trockenblitze einmal ausgenommen. Eine Aussage, die man sich durchaus merken sollte, wenn das nächste Mal in den Schlagzeilen reflexartig das Klima für jeden Funken verantwortlich gemacht wird.
Ein Sommer der „bemerkenswerten Persistenz“
Für den weiteren Verlauf des Sommers gibt sich Kachelmann pessimistisch. Dass dieser Sommer zu warm ausfalle, sei „relativ offensichtlich“. Alle Modelle deuteten auf heiß und trocken. Ein griechischer Kollege habe ihm geschrieben, ihn wundere vor allem die „bemerkenswerte Persistenz“ dieser Wetterlage. Mit der letzten Hitzewelle des Jahres rechne man jedenfalls noch lange nicht.
Fazit: Beständigkeit in unbeständigen Zeiten
Man mag Kachelmanns Hang zur Klima-Dramatik teilen oder nicht – seine Kritik an der deutschen Bürokratie und der hiesigen Technologiefeindlichkeit verdient durchaus Beachtung. Es ist bezeichnend für den Zustand unseres Landes, wenn selbst simple Hitzeschutz-Maßnahmen an Behörden-Sturheit und einer Mentalität des Verzichts scheitern.
In unbeständigen Zeiten – ob beim Wetter, in der Politik oder an den Finanzmärkten – sehnen sich viele Menschen nach Beständigkeit. Während Modelle, Prognosen und politische Versprechen kommen und gehen, gibt es Werte, die seit Jahrtausenden Bestand haben. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber zählen seit jeher zu jenen Konstanten, die in turbulenten Phasen als bewährter Anker zur Vermögenssicherung dienen und in keinem breit gestreuten Portfolio als Beimischung fehlen sollten.
Hinweis: Die in diesem Beitrag dargestellten Einschätzungen geben die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder und stellen keine Anlageberatung dar. Wir empfehlen jedem Leser, eigenständig zu recherchieren und Anlageentscheidungen stets in eigener Verantwortung zu treffen.
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