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08.05.2026
09:00 Uhr

Industrie im Sinkflug: Der Maschinenbau bricht ein – und die Politik schaut zu

Die deutsche Industrie ächzt, und das Statistische Bundesamt liefert die nüchternen Zahlen zum dramatischen Befund: Im März sank die Produktion im Produzierenden Gewerbe um 0,7 Prozent gegenüber dem Vormonat. Klammert man Energieerzeugung und Baugewerbe aus, beträgt das Minus sogar 0,9 Prozent. Es ist eine weitere Etappe auf einer Talfahrt, die längst nicht mehr nur Konjunkturzyklen geschuldet ist, sondern ein hausgemachtes Problem offenbart – verschärft durch geopolitische Erschütterungen, auf die Berlin keine Antwort hat.

Maschinenbau – das Aushängeschild bröckelt

Besonders bitter trifft es ausgerechnet jenen Sektor, der über Jahrzehnte als Kronjuwel der deutschen Industrie galt: Der Maschinenbau verlor im März satte 2,7 Prozent. Die Metallherstellung schrumpfte um 2,4 Prozent, die Pharma-Produktion um 2,5 Prozent. Lediglich die Automobilbranche konnte mit einem Plus von 1,9 Prozent ein wenig Gegenwind erzeugen, ebenso die Hersteller chemischer Erzeugnisse und elektrischer Ausrüstungen. Die Energieerzeugung dagegen brach um satte 4,0 Prozent ein – ein Wert, der die Dauerkrise unserer Energiepolitik schonungslos illustriert.

Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich steht ein Minus von 1,2 Prozent zu Buche. Der Trend zeigt eindeutig nach unten, und wer noch immer von einer „konjunkturellen Delle“ spricht, hat den Ernst der Lage offenbar nicht begriffen.

Der Irankrieg als Brandbeschleuniger

Das Bundeswirtschaftsministerium verweist auf die „gestiegenen geopolitischen Unsicherheiten infolge des Konflikts im Nahen Osten“. Die Eskalation zwischen Israel und dem Iran sorgt nicht nur für ein erhöhtes Preisniveau, sondern führe zunehmend zu Lieferengpässen bei wichtigen Vorleistungsgütern. Mit anderen Worten: Die deutsche Industrie hängt am Tropf weltweiter Lieferketten – und jede Erschütterung im Nahen Osten lässt die Produktion hierzulande wackeln. Eine Industrie, die ihre Energieversorgung leichtfertig zerschlagen hat und ihre Zulieferer in instabile Regionen verlagert, sitzt auf einem Pulverfass.

ING-Analyst Carsten Brzeski sieht für die nahe Zukunft schwarz: Angesichts weiter steigender Energiepreise und zunehmender Risiken in der Lieferkette erscheine eine kurzfristige Erholung der Industrieproduktion sehr unwahrscheinlich. Auch Sebastian Dullien vom IMK der Hans-Böckler-Stiftung führt die schlechte Entwicklung im Maschinenbau auf die „aggressive Handelspolitik der USA“ zurück, deren komplizierte Zollregeln gerade mittelständische Unternehmen treffen würden. Ergänzend dazu stelle Chinas Industriepolitik mit gezielter Förderung von Konkurrenten zu deutschen Unternehmen einen weiteren Belastungsfaktor dar.

Hausgemachte Probleme treffen auf globale Krisen

So bequem es auch wäre, allein den Iran-Krieg, Trump oder Peking als Sündenböcke zu präsentieren – die Wahrheit ist unbequemer. Deutschland leidet seit Jahren unter den höchsten Industriestrompreisen in Europa, einer Bürokratie, die jedes Investitionsvorhaben in eine Odyssee verwandelt, und einer ideologisch getriebenen Energiepolitik, die das industrielle Rückgrat des Landes systematisch demontiert hat. Die geopolitische Krise wirkt wie ein Brandbeschleuniger – aber das Holz für das Feuer wurde lange vorher in Berlin gestapelt.

Die schwarz-rote Bundesregierung unter Friedrich Merz hat den Bürgern blühende Landschaften versprochen und stattdessen ein 500-Milliarden-Schuldenpaket geschnürt, das künftige Generationen auf Jahrzehnte belasten wird. Von einer wirklichen Entlastung der Industrie – etwa durch deutliche Senkung der Energiesteuern, einen Stopp der CO2-Bepreisung oder einen Bürokratieabbau, der den Namen verdient – ist bislang wenig zu sehen. Stattdessen wird die Klimaneutralität bis 2045 nun sogar im Grundgesetz festgeschrieben. Wer angesichts dessen noch von Standortpolitik spricht, treibt Hohn.

Was bedeutet das für Sparer und Anleger?

Eine schwächelnde Industrie, steigende Energiepreise, gestörte Lieferketten und eine politisch befeuerte Inflation: Das Bedrohungsszenario für privates Vermögen wächst von Monat zu Monat. Wer sein Erspartes ausschließlich in Papierwerten oder kreditfinanzierten Immobilien hält, sollte sich der Risiken bewusst sein, die mit einer abkühlenden Realwirtschaft und einer überschuldeten Staatskasse verbunden sind. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrtausende als wertstabiler Schutz in genau solchen Phasen geopolitischer und wirtschaftlicher Verwerfungen bewährt – und ihre Rolle als Krisenwährung gewinnt in einer Zeit, in der Industrieproduktion und politische Stabilität gleichermaßen erodieren, neue Bedeutung.

Die Zahlen aus Wiesbaden sind mehr als eine Momentaufnahme. Sie sind ein Weckruf an eine politische Klasse, die sich mit Symbolpolitik und Schuldenorgien beschäftigt, während das industrielle Fundament des Landes ins Wanken gerät. Die Frage ist nicht mehr, ob die Erosion weitergeht – sondern wann endlich eine Politik kommt, die für Deutschland regiert und nicht gegen die eigenen Unternehmen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geäußerten Einschätzungen geben ausschließlich die Meinung der Redaktion wieder. Anlageentscheidungen sollten stets auf Grundlage einer eigenen, sorgfältigen Recherche oder nach Rücksprache mit einem qualifizierten unabhängigen Berater getroffen werden. Eine Haftung für Vermögensentscheidungen, die auf Basis dieses Beitrags getroffen werden, wird ausdrücklich ausgeschlossen.

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