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24.06.2026
16:50 Uhr

Handelskrieg im Welttheater: Wenn Akademiker den Rauswurf der USA aus der WTO fordern

Es ist ein bemerkenswertes Schauspiel, das sich auf dem sogenannten "Sommer-Davos" des Weltwirtschaftsforums im chinesischen Dalian abspielte. Eine Wissenschaftlerin der University of British Columbia forderte allen Ernstes, die Vereinigten Staaten aus der Welthandelsorganisation (WTO) auszuschließen. Der Grund? Washingtons protektionistische Politik und die – wie es so schön heißt – "Verwendung des Handels als Waffe". Man reibt sich die Augen und fragt sich: In welcher Welt leben diese Elfenbeinturm-Bewohner eigentlich?

Der akademische Frontalangriff auf die Supermacht

Die Professorin Kristen Hopewell warnte während einer Podiumsdiskussion vor der "Ansteckungsgefahr" des Protektionismus. Lasse man die USA im System verbleiben, während sie offenkundig dessen Regeln verletzten, so untergrabe man die gesamte Architektur des Welthandels und erteile anderen Staaten gewissermaßen die Lizenz, ähnliches Verhalten zu kopieren, so ihre Argumentation.

Bemerkenswert ist, vor welcher Kulisse diese Forderung erhoben wurde: ausgerechnet in der Volksrepublik China, einem Land, das selbst alles andere als ein Musterschüler des fairen Welthandels ist. Subventionen mit der Gießkanne, erzwungener Technologietransfer und ein Markt, der für ausländische Unternehmen oft nur auf dem Papier offen steht – die chinesische Handelspolitik dürfte so manchem westlichen Mittelständler die Zornesröte ins Gesicht treiben.

Die Appellate Body liegt seit Jahren brach

Die Wahrheit ist: Das multilaterale Handelssystem steckt tief in der Krise. Bereits seit Ende 2019 ist die Berufungsinstanz der WTO, die sogenannte Appellate Body, faktisch handlungsunfähig, weil Washington die Ernennung neuer Richter blockiert. Ein zahnloser Tiger also, der seit Jahren vor sich hin dämmert.

"Es liegt eine Gefahr darin, dass Protektionismus ansteckend ist", warnte die Wissenschaftlerin.

Im April 2025 verkündete US-Präsident Donald Trump unter Berufung auf wirtschaftliche Notstandsbefugnisse umfassende Zölle gegen nahezu sämtliche Handelspartner. Im Februar dieses Jahres kassierte der Oberste Gerichtshof der USA diese Maßnahmen jedoch als verfassungswidrig wieder ein – ein Beleg dafür, dass die amerikanische Gewaltenteilung durchaus funktioniert, auch wenn manche das anders sehen mögen.

Wo bleibt der internationale Widerstand?

Pikant ist eine Randbemerkung der Professorin: Es habe kaum internationalen Gegenwind gegen Trumps aggressive Handelspolitik gegeben. Viele Länder seien schlichtweg wirtschaftlich von den USA abhängig und scheuten Vergeltungsmaßnahmen. Genau hier offenbart sich die ganze Tragik der deutschen und europäischen Position. Während man in Brüssel und Berlin über grüne Transformation, Lieferkettengesetze und Gendersternchen debattiert, hat man die wirtschaftliche Souveränität längst aus der Hand gegeben.

Statt einer kraftstrotzenden Industrienation präsentiert sich Deutschland als energiepolitischer Geisterfahrer, der seine eigene Wettbewerbsfähigkeit mutwillig demontiert. Wer sich derart abhängig macht, der darf sich nicht wundern, wenn er am Verhandlungstisch nur noch Zuschauer ist.

Was bedeutet das für den Sparer?

In Zeiten, in denen Handelskriege toben, Gerichte über Wirtschaftspolitik entscheiden und multilaterale Institutionen vor sich hin bröckeln, wird eines deutlich: Verlässlichkeit ist zur seltenen Ware geworden. Wer sein Vermögen schützen will, sollte sich nicht allein auf Papierversprechen und politische Stabilität verlassen.

Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrtausende hinweg bewiesen, dass sie politische Verwerfungen, Handelskonflikte und Währungskrisen überdauern. Als krisenfeste Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio bieten sie das, was Politik und Institutionen heute kaum noch garantieren können: echte Substanz.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar und gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jede Anlageentscheidung erfordert eigene, sorgfältige Recherche. Für getroffene Anlageentscheidungen ist jeder Leser selbst verantwortlich. Eine Haftung wird ausdrücklich ausgeschlossen.

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