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20.06.2026
08:16 Uhr

Enteignungs-Wahn in Berlin: Wenn der Sozialismus durch die Hintertür kommt

Es ist ein Schauspiel, das man in dieser Form eigentlich nur aus den dunkelsten Kapiteln deutscher Wirtschaftsgeschichte kennt: In der Hauptstadt wird allen Ernstes wieder über die Enteignung privater Unternehmen diskutiert. Doch diesmal regt sich Widerstand – ausgerechnet aus den eigenen Reihen der Regierungsparteien. Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) hat sich nun deutlich gegen die Berliner Vergesellschaftungspläne positioniert. Ein bemerkenswerter Vorgang, der zeigt, wie tief der ideologische Riss durch die deutsche Politik mittlerweile geht.

Die Vernunft meldet sich – zumindest punktuell

Hubertz erklärte gegenüber dem "Tagesspiegel", das Thema treibe die gesamte Bau- und Immobilienwirtschaft um. Allein die Debatte stifte massive Verunsicherung im ohnehin gebeutelten Wohnungsbau. Ihr Fazit könnte klarer kaum sein: Enteignungen schafften keinen einzigen Quadratmeter neuen Wohnraum, Investitionen hingegen schon. Eine eigentlich banale Erkenntnis, die man früher unter dem Begriff "gesunder Menschenverstand" abgelegt hätte. Dass eine solche Selbstverständlichkeit heute überhaupt ausgesprochen werden muss, sagt viel über den Zustand unserer politischen Debatte aus.

Wie ein Volksentscheid zum Sprengstoff wurde

Der Ursprung des Spektakels liegt im Jahr 2021. Damals stimmten rund 59 Prozent der Berliner Wähler bei einem Volksentscheid für die Vergesellschaftung von Immobilienunternehmen mit mehr als 3.000 Wohnungen. Am 20. September wird das Abgeordnetenhaus neu gewählt – und prompt holen die linken Kräfte das Enteignungsthema wieder aus der Mottenkiste. Wahlkampf auf dem Rücken der Eigentumsrechte, könnte man sagen. Denn nichts mobilisiert das linke Lager so verlässlich wie der Griff in fremde Taschen.

Selbst eine grüne Ministerin warnt

Bemerkenswert: Auch Baden-Württembergs Bauministerin Theresa Schopper von den Grünen stellte sich gegen die Berliner Pläne. Deutschland brauche vor allem mehr Wohnraum, damit bezahlbare und attraktive Wohnungen entstünden, so Schopper. Bei einem derart massiven Markteingriff könne der Plan nach hinten losgehen. Unternehmen dürften das Vertrauen in den Standort Deutschland nicht verlieren.

Am Ende zähle vor allem zusätzlicher Wohnraum, der den Markt entlaste – Berlin habe bislang nicht gezeigt, dass es beim Wohnungsbau ausreichend Tempo mache.

Damit widerspricht die Grünen-Politikerin offen dem Wahlkampfkurs ihrer eigenen Parteifreunde in der Hauptstadt. Denn Berlins Landeschef Philmon Ghirmai stellte sich erneut hinter die Initiative "Deutsche Wohnen & Co. enteignen". Die Grünen hätten sich von Anfang an dafür eingesetzt, dass der Volksentscheid umgesetzt werde – und daran halte man fest, ließ er wissen.

Ein Lehrstück über sozialistische Logik

Man muss sich die Absurdität auf der Zunge zergehen lassen: Statt endlich die Rahmenbedingungen für Investoren und Bauherren zu verbessern, statt Bürokratie abzubauen und überbordende Vorschriften zu streichen, träumt man in Teilen der Berliner Politik weiter von der großen Verstaatlichung. Als hätte die Geschichte des 20. Jahrhunderts nicht eindrucksvoll bewiesen, wohin solche Experimente führen. Wer Eigentum entwertet und Investoren vergrault, der erntet keinen bezahlbaren Wohnraum, sondern Mangelverwaltung, Verfall und Stillstand. Genau das, was man von der DDR in bester Erinnerung hat.

Die Wahrheit ist simpel: Der Berliner Wohnungsmarkt krankt nicht an zu viel Privateigentum, sondern an einer Politik, die jahrzehntelang das Bauen erschwert hat. Mietendeckel, Enteignungsfantasien und ein Regulierungsdschungel ohnegleichen haben das ihre dazu beigetragen, dass Investoren einen weiten Bogen um die Hauptstadt machen. Wer wirklich Wohnraum schaffen will, der schützt das Eigentum, statt es zu plündern.

Sachwerte statt politischer Willkür

Die ganze Episode führt einmal mehr vor Augen, wie unsicher Vermögenswerte werden können, sobald die Politik den Zugriff erwägt. Wer heute glaubt, sein Eigentum sei vor staatlichen Begehrlichkeiten sicher, der sollte die Berliner Debatte aufmerksam verfolgen. Gerade in solchen Zeiten zeigt sich, warum physische Edelmetalle wie Gold und Silber seit Jahrtausenden als krisenfester Anker der Vermögenssicherung gelten. Sie lassen sich nicht durch einen Volksentscheid enteignen, nicht durch einen Mietendeckel entwerten und nicht durch ideologische Experimente in den Ruin treiben. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio bieten sie eine bewährte Möglichkeit, Werte über Generationen zu bewahren.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder und stellt keine Anlageberatung dar. Wir betreiben keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Entscheidungen selbst. Bei rechtlichen oder steuerlichen Fragen konsultieren Sie bitte einen qualifizierten Fachberater.

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