Kostenlose Beratung
07930-2699
150.000
Kunden
Sicherer
Versand
Keine
Meldepflicht
Kettner Edelmetalle
Menü
08.05.2026
11:22 Uhr

E20 an der Zapfsäule: Brüssels nächster Klima-Coup auf Kosten der Autofahrer

Was als unscheinbare Buchstaben-Zahlen-Kombination daherkommt, könnte schon bald zum nächsten Ärgernis für Millionen deutscher Autofahrer werden: Super E20. Bislang nur an einer Handvoll Tankstellen erhältlich, soll der Sprit mit einem Bioethanol-Anteil von bis zu 20 Prozent in absehbarer Zeit flächendeckend an die Säulen kommen. Hintergrund sind – wie könnte es anders sein – Überlegungen der Europäischen Kommission, alternative Kraftstoffe weiter zu pushen, um die selbstgesteckten Klimaziele irgendwie noch zu erreichen.

Worum geht es bei E20 überhaupt?

Das „E" steht für Ethanol, die Zahl gibt den maximalen Beimischungsanteil an. Bei E20 dürfen also bis zu 20 Prozent Bioethanol im Tank landen – meist gewonnen aus Zucker, Mais oder Getreide. Der Rest bleibt fossiles Benzin. Die offizielle Begründung: Da die Pflanzen während ihres Wachstums Kohlendioxid aus der Atmosphäre gezogen hätten, sei die CO2-Bilanz besser. Zudem gilt der 20-prozentige Bioethanol-Anteil als Grundlage für künftige eFuels und ReFuels.

Klingt nach einem ehrgeizigen Plan – wäre da nicht die uralte Frage, ob es wirklich klug ist, Lebensmittel und landwirtschaftliche Flächen zu verheizen, während weltweit über Ernährungssicherheit debattiert wird. Eine Frage, die man in Brüssel offenbar schon lange nicht mehr stellt.

Mehrverbrauch garantiert – Ersparnis ungewiss

Wer hofft, mit dem neuen Kraftstoff Geld zu sparen, sollte zweimal hinschauen. Ethanol hat eine geringere Energiedichte als herkömmliches Benzin. Während E10 bereits rund drei Prozent mehr Verbrauch verursacht, könnte der Mehrverbrauch bei E20 laut Automobilclub AvD auf bis zu sechs Prozent ansteigen. Im Klartext: Häufiger an die Zapfsäule, mehr Liter im Tank.

Der Preis soll das Ganze kompensieren. Aktuell verkauft etwa „Roth Energie" an zwei Stationen E20 rund 10 Cent günstiger als E5 und 4 Cent günstiger als E10. Ob dieser Preisvorteil bleibt, sobald der Sprit flächendeckend ausgerollt wird und der Staat seine Begehrlichkeiten anmeldet, darf jedoch bezweifelt werden. Erfahrungsgemäß ist das, was vom Verbraucher als „Klimabonus" eingespart werden soll, schneller wieder weg, als die Tankuhr zucken kann.

Die unbequeme Wahrheit: Ältere Fahrzeuge bleiben auf der Strecke

Besonders pikant ist die technische Seite. Ethanol wirkt lösend, reinigend – und zieht Wasser an. Was nach Putzmittel-Werbung klingt, ist im Kraftstoffsystem ein veritables Problem. Ablagerungen können sich lösen und zu Verstopfungen führen, Elastomere wie Kraftstoffschläuche werden mit der Zeit porös, Bauteile quellen auf und versagen. Die wasserbindende Eigenschaft begünstigt obendrein Korrosion.

Eine offizielle Freigabeliste für E20 existiert bislang nicht – im Gegensatz zu E10. Während Modelle der VW-Konzerngruppe ab Baujahr 2016 sowie bestimmte Motoren von BMW und Mercedes bereits freigegeben seien, schauen Besitzer älterer Fahrzeuge in die Röhre. Der Oldtimer-Verband DEUVET warnt ausdrücklich vor Schäden bei Klassikern. Auch Motorenentwickler räumten gegenüber Branchenmedien ein: An Bauteilen wie Kraftstoffpumpe, Einspritzsystem oder Ventilen könne es bei älteren Modellen durchaus Probleme geben.

Das Schreckgespenst Super Plus

Hier kommt der eigentliche Knackpunkt: Da die bestehende Tank-Infrastruktur weitergenutzt werden soll, wird man keine zusätzlichen Säulen errichten. Stattdessen muss eine andere Sorte weichen – aller Voraussicht nach E5. Für Oldtimer-Besitzer und Halter älterer Gebrauchtwagen könnte das bedeuten: Ab an die Super-Plus-Säule, das teuerste Premium-Produkt am Markt. Eine schleichende Enteignung jener, die ihre Fahrzeuge mit Liebe pflegen und gerade nicht alle paar Jahre einen Neuwagen kaufen können oder wollen.

Der DEUVET fordert deshalb eine sogenannte „Schutzsorte" für ältere Fahrzeuge. Ob die Politik dieser berechtigten Forderung nachkommt, steht in den Sternen. Die Erfahrung lehrt: Wenn der Klima-Imperativ ruft, fällt die Rücksichtnahme auf den kleinen Mann meist als erstes hinten runter.

Normung? Fehlanzeige

Geradezu grotesk: Die Qualitätsnorm für Ottokraftstoffe (EN 228) erlaubt aktuell überhaupt nur einen maximalen Ethanolanteil von 10 Volumenprozent. Eine neue Normung für E20 stehe „zur Diskussion", sei aber „nicht abgeschlossen", so der ADAC. Mit anderen Worten: Politik und Industrie peitschen einen Kraftstoff durch den Markt, dessen rechtliche Grundlagen noch nicht einmal final geschaffen sind. Willkommen im Maschinenraum europäischer Klimapolitik.

Ein weiterer Mosaikstein der Verkehrswende-Ideologie

E20 ist mehr als nur eine neue Spritsorte. Es ist ein weiterer Baustein einer Verkehrspolitik, die den Verbrennungsmotor durch immer neue Auflagen, Kosten und technische Hürden langsam aber sicher zermürben soll. Während die Bundesregierung gleichzeitig das Verbrenner-Aus 2035 nicht antasten will und das 500-Milliarden-Sondervermögen unter anderem in fragwürdige „Transformations"-Projekte pumpt, wird der Autofahrer Schritt für Schritt zur Kasse gebeten. Ob beim Sprit, beim CO2-Preis oder bei der Kfz-Steuer – die Richtung ist immer dieselbe.

Dass ein Großteil der Fahrzeugflotte den neuen Kraftstoff vermutlich vertragen werde, ist dabei nur ein schwacher Trost. Denn das Vertrauen in politische Versprechen rund ums Auto ist nach Jahren von Diesel-Skandal, Fahrverboten und Wendepolitik bei vielen Bürgern aus gutem Grund auf einem historischen Tiefstand angelangt.

Fazit: Augen auf an der Zapfsäule

Bevor sich Autofahrer also über vermeintliche Centersparnisse freuen, lohnt ein nüchterner Blick: höherer Verbrauch, technische Risiken bei älteren Fahrzeugen, fehlende Normung, fehlende Freigabeliste – und am Ende möglicherweise das teure Super Plus als einzige Alternative. Wer in Sachwerten denkt, weiß ohnehin: Während Politik und Bürokratie an Symbolen herumdoktern, bleiben physische Edelmetalle wie Gold und Silber jene stillen Vermögensschützer, die weder durch Kraftstoffnormen noch durch Brüsseler Verordnungen entwertet werden können. Eine durchdachte Beimischung physischer Edelmetalle ins Vermögensportefeuille erscheint in Zeiten staatlich erzwungener Transformation sinnvoller denn je.

Hinweis: Der vorliegende Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie öffentlich zugängliche Informationen wieder. Jede Anlageentscheidung sollte auf Grundlage eigener Recherche und gegebenenfalls nach Konsultation eines unabhängigen Beraters getroffen werden. Eine Haftung für Vermögensentscheidungen, die auf Basis dieses Artikels getroffen werden, ist ausgeschlossen.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen