
Clintons unter Druck: Ex-Präsidentenpaar erklärt sich zu Aussage im Epstein-Skandal bereit
Was für ein bemerkenswerter Sinneswandel im Hause Clinton! Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton und seine Gattin Hillary, die gescheiterte Präsidentschaftskandidatin von 2016, haben sich nun doch bereit erklärt, vor dem Kongressausschuss in der Affäre um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein auszusagen. Eine Kehrtwende, die angesichts drohender Haftstrafen von bis zu zwölf Monaten wohl weniger aus edlen Motiven als vielmehr aus purem Selbsterhaltungstrieb erfolgt sein dürfte.
Vom Verweigern zum Präzedenzfall
Noch vor kurzem hatte das demokratische Polit-Paar eine Aussage vor dem von Republikanern dominierten Ausschuss kategorisch abgelehnt. Die Anwälte der Clintons argumentierten damals, beide hätten den Abgeordneten bereits „vorsorglich und freiwillig" alle verfügbaren Informationen zur Verfügung gestellt. Doch nun, da eine Anklage durch das US-Justizministerium drohte und eine entsprechende Abstimmung im Repräsentantenhaus bereits in die Wege geleitet worden war, scheint plötzlich Kooperationsbereitschaft zu herrschen.
Der Sprecher des Ex-Präsidenten verkündete auf der Plattform X, das Ehepaar freue sich darauf, „einen Präzedenzfall zu schaffen, der für alle gilt". Eine bemerkenswerte Formulierung, die kaum verhohlen in Richtung anderer prominenter Namen zielt, die ebenfalls in den Epstein-Akten auftauchen.
Trump ordnete Ermittlungen an
US-Präsident Donald Trump hatte Bill Clinton öffentlich unterstellt, dieser habe deutlich mehr mit dem pädophilen Finanzberater zu tun gehabt als er selbst. Daraufhin veranlasste Trump Ermittlungen gegen den früheren Präsidenten und weitere Demokraten-Politiker. Sowohl Clintons Name als auch der von Trump und zahlreichen weiteren Politikern und Prominenten tauchten in den bisher veröffentlichten Akten zur Epstein-Affäre auf. Ein persönliches Fehlverhalten konnte bislang allerdings weder Clinton noch Trump nachgewiesen werden.
Die dunklen Abgründe eines Netzwerks
Der Fall Epstein wirft seit Jahren einen langen Schatten auf die amerikanische Elite. Dem bis in höchste Kreise vernetzten Millionär wurde vorgeworfen, mehr als tausend Mädchen und Frauen missbraucht und teils Prominenten zugeführt zu haben. Bereits 2008 war Epstein verurteilt worden, weil er die Dienste minderjähriger Prostituierter in Anspruch genommen hatte. Dank eines umstrittenen Deals mit der Staatsanwaltschaft lautete die Strafe damals jedoch lediglich 18 Monate Gefängnis – ein Skandal für sich.
2019 wurde Epstein erneut festgenommen, diesmal unter anderem wegen des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen. Rund einen Monat später wurde er erhängt in seiner New Yorker Gefängniszelle aufgefunden. Offiziell handelte es sich um Selbstmord – eine Version, die bis heute von vielen Beobachtern angezweifelt wird.
Ein Präzedenzfall mit Signalwirkung?
Die Bereitschaft der Clintons zur Aussage könnte tatsächlich weitreichende Folgen haben. Sollten sich andere prominente Namen, die in den Epstein-Akten auftauchen, nun ebenfalls gezwungen sehen, vor dem Kongress zu erscheinen, könnte dies das gesamte Ausmaß des Skandals offenlegen. Die amerikanische Öffentlichkeit hat ein Recht darauf zu erfahren, welche Verstrickungen zwischen der politischen und wirtschaftlichen Elite und dem Missbrauchsnetzwerk eines Jeffrey Epstein tatsächlich bestanden.
Ob die Clintons bei ihrer Aussage tatsächlich zur vollständigen Aufklärung beitragen werden oder lediglich das Nötigste preisgeben, um einer Anklage zu entgehen, bleibt abzuwarten. Die Geschichte lehrt uns jedenfalls, dass bei den Clintons stets Vorsicht geboten ist, wenn es um die Wahrheit geht.

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