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03.02.2026
21:45 Uhr

Arbeitsmarkt-Experte widerspricht Merz: Deutsche arbeiten mehr als je zuvor

Die Debatte um die Arbeitszeit der Deutschen nimmt eine überraschende Wendung. Während Bundeskanzler Friedrich Merz die vermeintliche Arbeitsunlust seiner Landsleute beklagt, sprechen die Zahlen eine völlig andere Sprache. Der Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Bernd Fitzenberger, stellt die Behauptungen des Kanzlers nun öffentlich in Frage – und das mit bemerkenswerten Fakten.

Rekordwerte bei den Arbeitsstunden

„In dieser Pauschalität stimmt die Analyse nicht", erklärte Fitzenberger unmissverständlich. Die Realität sehe nämlich ganz anders aus: In Deutschland arbeiten mehr Menschen als jemals zuvor – sowohl in absoluten Zahlen als auch gemessen am Anteil der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter. Noch bemerkenswerter ist die Tatsache, dass die Summe der insgesamt geleisteten Arbeitsstunden auf einem historischen Rekordniveau liegt.

Doch wie passt das zusammen mit dem Narrativ der faulen Deutschen, das in politischen Kreisen so gerne bemüht wird? Offenbar handelt es sich hier um eine jener populistischen Vereinfachungen, die zwar gut in Wahlkampfreden klingen, aber einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht standhalten.

Zuwanderung als vermeintliche Lösung?

Fitzenberger skizziert seine Vorstellung für die Zukunft des deutschen Arbeitsmarktes: Um Beschäftigung und Wohlstand zu sichern, brauche man Zuwanderung beziehungsweise weniger Auswanderung, mehr Erwerbstätigkeit Älterer und mehr Arbeitszeit von Frauen. Eine Forderung, die bei konservativen Bürgern durchaus kritisch gesehen werden dürfte. Schließlich hat die unkontrollierte Zuwanderung der vergangenen Jahre Deutschland vor massive gesellschaftliche Herausforderungen gestellt.

Warnung vor Abschaffung des Teilzeitrechts

Besonders interessant ist die Warnung des IAB-Direktors vor einer Abschaffung des Rechts auf Teilzeit. „Aus der Forschung lässt sich nicht ableiten, dass man dadurch automatisch mehr Arbeitszeit gewinnt", betonte er. Das Gegenteil könne sogar eintreten. Als mahnendes Beispiel führt er Frankreich an, wo 2014 eine Mindestwochenarbeitszeit von 24 Stunden eingeführt wurde – mit dem Ergebnis, dass weniger Frauen arbeiteten.

Viertagewoche: Nicht pauschal verteufeln

Auch die oft gescholtene Viertagewoche verteidigt Fitzenberger gegen pauschale Kritik. Für junge Eltern könne eine solche „vollzeitnahe Teilzeit" eine hervorragende Lösung sein. Wenn beide Partner an je vier Tagen 25 bis 30 Stunden arbeiten und die Kinderbetreuung funktioniert, bleiben beide im Arbeitsmarkt integriert. Langfristig sei dies oft produktiver als das klassische Ein-Vollzeitverdiener-Modell.

Die Aussagen des renommierten Arbeitsmarktforschers werfen ein bezeichnendes Licht auf die politische Debatte in Deutschland. Während die Regierung mit markigen Sprüchen über angeblich arbeitsscheue Bürger punkten will, zeigen die harten Fakten ein völlig anderes Bild. Die Deutschen schuften mehr denn je – vielleicht sollte die Politik ihre Energie lieber darauf verwenden, die Rahmenbedingungen für diese fleißigen Arbeitnehmer zu verbessern, anstatt sie pauschal zu diffamieren.

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