
Abschiebe-Desaster: In deutschen Bundesländern scheitern bis zu 61 Prozent aller Rückführungen
Was sich in den deutschen Ausländerbehörden abspielt, gleicht einem bürokratischen Trauerspiel sondergleichen. Während Politiker aller Couleur gebetsmühlenartig von konsequenten Abschiebungen schwadronieren, offenbaren die nackten Zahlen eine erschütternde Realität: In mehreren Bundesländern scheitert die Mehrheit aller geplanten Rückführungen – und das nicht etwa an fehlenden Flugzeugen, sondern an einem System, das offenkundig nicht funktionieren will.
Sachsen und Niedersachsen: Spitzenreiter des Versagens
Die Zahlen aus Sachsen lesen sich wie ein Offenbarungseid staatlicher Handlungsfähigkeit. Von rund 6.400 geplanten Abschiebungen in den Jahren 2023 bis 2025 wurden mehr als 4.000 schlichtweg nicht durchgeführt. Das entspricht einer Misserfolgsquote von etwa 60 Prozent. Noch dramatischer stellt sich die Lage in Niedersachsen dar, wo von fast 9.500 geplanten Rückführungen lediglich knapp 3.700 tatsächlich vollzogen wurden. Mit 61 Prozent gescheiterter Abschiebungen hält das rot-grün regierte Bundesland den unrühmlichen Spitzenplatz.
Die Gründe für dieses systematische Scheitern sind dabei so vorhersehbar wie skandalös: Asylbewerber tauchen kurz vor dem Abschiebetermin unter, legen plötzlich ärztliche Atteste vor oder werden am Flughafen gewalttätig. In Niedersachsen allein entzogen sich 370 Personen ihrer Rückführung durch schlichtes Untertauchen. In 318 Fällen stoppte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge geplante Dublin-Überstellungen – jene Verfahren also, bei denen Asylbewerber in das EU-Land zurückgebracht werden sollen, in dem sie zuerst europäischen Boden betreten haben.
Nordrhein-Westfalen: Mehr Gescheiterte als Durchgeführte
Auch das bevölkerungsreichste Bundesland reiht sich nahtlos in diese Chronik des Versagens ein. In Nordrhein-Westfalen scheiterten zwischen 2023 und 2025 mehr als 12.400 Abschiebungen, während lediglich gut 10.100 tatsächlich vollzogen wurden. Die Behörden führten also weniger Rückführungen durch, als sie abbrechen mussten – ein Verhältnis, das jeden Unternehmer in den Ruin treiben würde.
Bundespolizei-Präsident mahnt vergeblich
Bereits im Oktober vergangenen Jahres hatte Bundespolizei-Präsident Dieter Romann die Missstände angeprangert. Seine Bilanz für das Jahr 2024 war vernichtend: Von etwa 53.800 geplanten Abschiebungen wurden rund 33.600 abgesagt. Die Realität sei, so Romann, dass geplante Maßnahmen oft im letzten Moment scheiterten. Doch wer glaubt, diese deutlichen Worte hätten zu einem Umdenken geführt, der irrt gewaltig.
„Betroffene tauchen am Abflugtag unter, legen plötzlich ein Attest vor oder sind im Krankenhaus."
40.952 abgelehnte Asylbewerber im System
Ende 2025 waren bundesweit 40.952 abgelehnte Asylbewerber im Ausländerzentralregister erfasst – Menschen also, deren Asylantrag rechtskräftig abgelehnt wurde und die Deutschland eigentlich verlassen müssten. Allein im ersten Halbjahr 2025 wurden mehr als 7.000 Asylverfahren eingestellt, weil die Antragsteller untertauchten oder sich auf anderem Wege der Rückführung widersetzten.
Diese Zahlen sind nicht nur Ausdruck behördlichen Versagens, sondern auch ein Symptom einer Politik, die über Jahre hinweg die Kontrolle über die eigenen Grenzen und die Durchsetzung geltenden Rechts sträflich vernachlässigt hat. Während der deutsche Steuerzahler für Unterbringung, Verpflegung und Verfahrenskosten aufkommt, machen sich abgelehnte Asylbewerber einen schlanken Fuß – im wahrsten Sinne des Wortes.
Ein Systemversagen mit Ansage
Es ist nicht nur die Meinung unserer Redaktion, sondern entspricht dem Empfinden eines Großteils der deutschen Bevölkerung: Die zunehmende Kriminalität, die Überlastung der Sozialsysteme und das Gefühl, dass der Staat die Kontrolle verloren hat, sind direkte Folgen einer jahrelangen Fehlpolitik. Wenn sechs von zehn Abschiebungen scheitern, dann ist das kein Pech, sondern ein Systemversagen mit Ansage. Deutschland braucht dringend Politiker, die wieder für und nicht gegen die Interessen der eigenen Bürger regieren.

- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik











